HEADLINE BALL Pressemeldungen und Presseberichte
HEADLINE LINE

14.02.2009: SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Ulm
Gipfelsturm für einen guten Zweck Bergwacht Blautal will Kauf des "Baby-Muck" unterstützen und sucht Sponsoren
Blaubeuren Zu ihrem Jubiläum startet die Bergwacht Blautal eine Aktion für die Finanzierung des "Baby-Muck". Der "Förderkreis für intensivpflegebedürftige Kinder Ulm" und das DRK wollen einen Baby-Notarztwagen beschaffen und benötigen dabei Unterstützung. Die in Blaubeuren ansässige Bergwacht hilft und macht das, was sie am besten kann: sie besteigt Berge. Die Felsen des Blau- und Aachtals reichen da nicht. Weil es eine Aktion zum 25-jährigen Bestehen der Blaubeurer Bergretter ist, sollen es Gipfel sein, die mindestens 2500 Meter hoch sind. In den nahen Allgäuer Alpen kommen da zum Beispiel der Hochvogel (2592 Meter), die Mädelegabel (2645 Meter) oder der Biberkopf (2600 Meter) in Frage. Höher ist Deutschlands höchster Gipfel, die Zugspitze. Auch außerhalb Deutschlands liegen die Ziele der Blaubeurer Bergwachtler. Jeder der etwa zwanzig Bergfreunde erklimmt mindestens einen oder mehrere Gipfel. "Gipfelpaten" spenden 0,01 Euro pro Meter Gipfelhöhe, beispielsweise für die Zugspitze mit 2962 Meter 29,62 Euro. Die Sponsoren können sich auf einen oder mehrere Bergwachtler festlegen und für jeden Gipfel, der von ihnen bestiegen wird, spenden. Es ist auch möglich, für einen Einzelgipfel zu spenden. Von jeder Besteigung wird ein Gipfelfoto angefertigt, daraus entsteht dann ein "Gipfelbuch" für die Sponsoren. Die Berge müssen keine besonderen Schwierigkeitsgrade aufweisen, erklärt Bergwacht-Bereitschaftsleiter Ralf Schilling. Festgelegt ist nur, dass keine technischen Aufstiegshilfen wie Lifte oder Bahnen benutzt werden dürfen und dass immer mindestens zwei Bergwachtleute auf dem Gipfel stehen müssen. Schilling hat sich mit Kameraden beispielsweise vorgenommen, den Gran Paradiso im Aostatal zu bezwingen und mit Snowboard oder Skiern abzufahren. Die Aktion dauert vom 1. März bis zum 30. September. Wer sie unterstützen möchte, findet im Internet unter http://www.bergwacht-blautal.de weitere Informationen. Die Einsatzbereitschaft der Bergwacht Blautal, die im Gebiet des Alb-Donau-Kreises "rund um die Uhr, in jedem Gelände und bei jedem Wetter" dem Rettungsdienst zur Seite steht, leidet unter der Aktion nicht, da insgesamt 23 Sanitäter, drei Ersthelfer und zwei Ärzte zur Verfügung stehen. Wie aus dem jetzt bei der Hauptversammlung vorgelegten Jahresbericht hervorgeht, wurden die Bergretter 2008 zu zwei Einsätzen gerufen. Im Februar mussten sie im Kleinen Lautertal zwei Erwachsene und ein Kind retten, die sich in einer Felswand verstiegen hatten. Im März kümmerten sie sich um einen Sportkletterer, der am Blaubeurer Kreuzfels abgestürzt war. Mehrere Mitglieder bildeten sich beim Skifahren mit dem Rettungsschlitten (Akja) und bei der Lawinensuche fort, drei legten anschließende die Winterdienstprüfung ab. Kontakt pflegt die Bergwacht Blautal zur "Edale Mountain Rescue" in Großbritannien, drei Bergretter nahmen dort an einem Sanitätslehrgang teil.

Verantwortlich für diesen Bericht: Joachim Striebel,  SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Ulm
con@ct: 


... zurück zur Übersicht