SEISSEN: Die Bedingungen für eine Skilanglauf-Veranstaltung waren am Sonntag geradezu ideal: Die Schneelage war sehr gut, das Winterwetter zeigte sich freundlich. Zeitweilig kam die Sonne ein bisschen durch, manchmal fielen ein paar Schneeflocken vom Himmel. Hans Kolb hatte mit dem Pistenbully der Stadt Blaubeuren die Loipen mit zwölf und sechs Kilometern Länge bestens präpariert. Die Langläufer konnten in mehreren Spuren nebeneinander fahren.
Schon vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr gingen Teilnehmer östlich der Seißener Mehrzweckhalle auf die Strecke. Jürgen Wiedenmann und Ralf Molle hatten am Start mit dem Wachsen der Skier alle Hände voll zu tun. Sie bügelten weißes Wachs für Temperaturen um ein Grad minus auf die Skier der Teilnehmer. Weil keine klirrende Kälte mehr herrschte, war die Loipe nicht sehr schnell.
"Es ist sauber gespurt, es gibt keine schlechten Stellen", freute sich Horst Handgrätinger aus Seißen, der schon früh auf die Strecke gegangen war. "Es ist ein bisschen weich, aber es macht Spaß", sagte Ralf Kölle aus Mundingen, ein sportlicher Läufer, der in der Zeitung vom Volkslauf gelesen hatte und zum ersten Mal in Seißen war. Mit dem Zug war ein aus Nowosibirsk stammendes Ehepaar aus Ulm nach Blaubeuren gefahren und über den "Barmen" zur Loipe marschiert. Auch diese erfahrenen Langläufer lobten die Strecke rund um Seißen.
Gert Eberhard von der Bergwacht-Bereitschaft Blautal kennt die Seißener Loipen gut. Doch am Sonntag war er nicht als Laufer unterwegs, sondern als einer von von sieben Helfern, die im Notfall den Teilnehmern auf der Strecke zur Hilfe gekommen wären - mit dem Allrad-Einsatzfahrzeug oder der städtischen Pistenraupe.
Organisator Jürgen Wiedenmann konnte am Nachmittag vermelden, dass die Bergwacht nicht tätig werden musste - alles war glatt gelaufen. Zufrieden mit dem Verlauf des ersten Volks-Skilanglaufs zeigte sich auch Bernd Jünke, der Pressesprecher der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU). Die SWU-Tochtergesellschaft "Energie Plus" gehörte neben Sport-Wiedenmann und der Gasversorgung Blaubeuren zu den Veranstaltern. "Wir streben eine Wiederholung an", sagte Jünke. Auch der Seißener Ortsvorsteher Hubert Bold denkt in diese Richtung: "Der Volks-Skilanglauf könnte zur festen Einrichtung werden." Bei einem Gewinnspiel der SWU gab es unter anderem Fahrten im Heißluftballon zu gewinnen. Wiebke Klein aus Blaustein und Steffen Ruopp aus Heroldstatt dürfen sich auf dieses luftige Erlebnis freuen.
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