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20.05.2009: Schwäbisch Gmünd
Höhenrettungsübung der Bergwacht Gmünd
Am ersten Tag waren die Themen das Setzen von Seilverankerungen, das Anseilen von Verletzten ohne Kletterausrüstung und das Abseilen von Verletzten im senkrechten Gelände. Am nächsten Tag fuhren die Einsatzkräfte der Gmünder Bergwacht zur Firma Helling im Lindenfeld, wo ihnen an diesem Tag ein Kran für Übungen zur Verfügung stand. Das Szenario war: ein Kranarbeiter verlor vorne auf dem Ausleger in 34 Meter Höhe das Gleichgewicht und stürzte, blieb aber dank seiner Sicherheitsausrüstung unterhalb des Auslegers hängen. Der Kranführer, der den Unfall seines Kollegen gesehen hat, erschrak dabei so, dass er einen Herzinfarkt erlitt. Mit letzter Kraft alarmierte er die Rettungsleitstelle, die wiederum die Retter der Bergwacht zur Hilfe rief. Während die „Verletzten“ für die Übung ihre Plätze einnahmen, begann der Einsatzleiter, die Mannschaften einzuteilen. Die erste Mannschaft stieg zur medizinischen Versorgung des Herzinfarktpatienten in der Kanzel auf. Noch während die Versorgung des Herzinfarktpatienten in vollem Gange war, begannen zwei Rettungskräfte des ersten Teams mit dem Aufbau von Umlenkrollen und dem Einhängen der Seile, an denen die Gebirgstrage nach oben gebracht wurde. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Verletzte Kranführer in die Gebirgstrage umgelagert und in Begleitung von zwei Gmünder Bergrettern auf den Boden abgeseilt. Gleichzeitig dazu begann das zweite Team damit, den an seiner Sicherheitsausrüstung baumelnden Kranarbeiter aus seiner misslichen Lage zu befreien. Während zwei Retter die Bremsen und Seile aufbauten, machte sich ein Anderer bereit, sich zu dem Verletzten abzuseilen. Dieser wurde dann, wie es bei Bergungen von Leichtverletzten in senkrechtem Gelände üblich ist, in den Kong-Sitz gesetzt. So gesichert konnte der Verletzte nun auf dem Rücken des Retters auf den Boden gebracht werden. Nach dieser Übung wurden die Rettungen auch mit anderen Rettungsmitteln versucht, zum Beispiel mit dem Hubschrauberbergesack. Insgesamt war die Übung ein großer Erfolg, nicht nur, weil alles bis ins Detail so klappte, wie es geplant war, sondern auch weil das Rettungsteam der Gmünder Bergwacht schnell und gut zusammenarbeitet, was für den Ernstfall wichtig ist. Auch für die Ausbilder der Bergwacht Schwäbisch Gmünd war diese Übung eine Bestätigung ihrer Arbeit. Beim Bau der GEK in Bettringen musste ein Kranführer tatsächlich aus seiner Kanzel in gut 30 Metern Höhe geborgen werden. Auch damals wurde der Kranführer von der Gmünder Bergwacht aus seiner misslichen Lage befreit und zur weiteren Versorgung sicher auf den Boden zurück gebracht.

Verantwortlich für diesen Bericht: Markus Becker,  Schwäbisch Gmünd
con@ct: markus.becker(at)bergwacht-wuerttemberg.de


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